Above: Colonies of the Mist – Survival-Städtebau über dem tödlichen Nebelmeer

Above: Colonies of the Mist

In klassischen Aufbauspielen suchen wir uns meist das flachste und fruchtbarste Stück Land, um unsere Zivilisation in aller Ruhe auszubreiten. Das frisch angekündigte Above: Colonies of the Mist vom Indie-Studio Docklight Games stellt diese Genre-Konvention jedoch komplett auf den Kopf. In diesem Survival-Colony-Builder ist der gewohnte Erdboden unser größter Feind. Statt in der Ebene errichten wir unsere Siedlungen auf schroffen Berggipfeln und Klippen, um einem tödlichen, toxischen Nebel zu entkommen, der die Täler der Welt unwiderruflich verschlungen hat.

Das Spiel führt uns in eine feindselige, zerstörte Welt, deren Ästhetik laut den Entwicklern stark von Klassikern wie Nausicaä - Aus dem Tal der Winde inspiriert ist. Wir übernehmen die Führung einer Gruppe von Überlebenden, die nach einem Luftschiff-Absturz in dieser unwirtlichen Umgebung gestrandet sind. Der Raum auf den rettenden Gipfeln ist extrem begrenzt, grundlegende Ressourcen sind knapp und der dichte Nebel unter uns stellt eine permanente, tödliche Bedrohung dar.

Ziplines, knappe Ressourcen und riskante Expeditionen

Um in dieser lebensfeindlichen Umgebung zu bestehen, müssen die etablierten Mechaniken von Aufbauspielen völlig neu gedacht werden. Die Planungsfläche ist so klein, dass wir gezwungen sind, uns ähnlich wie in Corsair Cove, massiv in die Vertikale zu bauen und uns buchstäblich an die Klippen zu klammern. Da ein einzelner Bergkuppen-Außenposten schnell an seine Grenzen stößt, verlagert sich das Gameplay auf das Management mehrerer, miteinander verwobener Standorte.

  • Vernetzte Berggipfel: Wir errichten ein komplexes, logistisches Netzwerk aus Hängebrücken und Seilrutschen (Ziplines) über tiefe Abgründe hinweg, um Ressourcen und Kolonisten zwischen unseren separaten Siedlungspunkten zu transferieren.
  • Waghalsige Expeditionen: Holz und Beeren sichern nur das kurzfristige Überleben. Für den Bau robuster Infrastruktur benötigen wir antikes Wissen und Energiezellen. Dafür müssen wir bewaffnete Trupps direkt in den giftigen Nebel der Täler hinabschicken, wo turmhohe "Hüter-Automaten" über die Ruinen einer untergegangenen Zivilisation wachen.
  • Dynamische Wetterzyklen: Das Mikromanagement unserer Kolonie wird stark von der Umwelt diktiert. Nur wenn sich der Nebel zyklisch lichtet oder das Wetter es zulässt, können wir sichere Routen für unsere Späher planen.

Unser Feature-Fokus: Was Above: Colonies of the Mist konzeptionell von Titeln wie Frostpunk oder Against the Storm abhebt, ist der ausgeprägte Nomadengedanke. Wir errichten hier kein Imperium für die Ewigkeit. Die Entwickler betonen, dass unsere Siedlungen immer nur temporäre Stützpunkte sind. Wir extrahieren mühsam Ressourcen und antike Technologien aus der Umgebung und müssen letztendlich unsere Zelte abbrechen und weiterziehen, bevor die feindliche Natur und der unaufhaltsame Nebel unseren Posten endgültig überrollen. Diese ständigen Entdeckungszyklen verleihen dem Aufbau-Gameplay ein permanentes, spannendes Gefühl der Dringlichkeit.

Status Quo & Closed Alpha Playtest

Das von Forklift Interactive gepublishte Strategie-Projekt befindet sich aktuell noch mitten in der Entwicklung. Ein konkretes Releasedatum für den PC (via Steam) gibt es derzeit noch nicht. Allerdings hat das Studio Docklight Games erst vor wenigen Tagen die Anmeldungen für einen ersten, streng limitierten Closed-Alpha-Playtest geöffnet. Wer das Konzept der vernetzten Zipline-Kolonien und der gefährlichen Nebel-Expeditionen selbst auf die Probe stellen möchte, kann sich bewerben und den Titel natürlich auch direkt auf die Wishlist setzen.