Goodbye Seoul: Atmosphärischer Puzzle-Platformer am Rande der Apokalypse

Der Weltuntergang hat ein fixes Datum: In genau sechs Monaten wird ein Asteroid auf die Erde stürzen und alles vernichten. Mit Goodbye Seoul werfen uns Entwickler JINO Games und Publisher NEOWIZ mitten in dieses beklemmende Szenario. In dem narrativen 2,5D-Puzzle-Platformer schlüpfen wir in die Rolle der Studentin Rion, die sich durch die wunderschönen, aber tödlichen Ruinen eines postapokalyptischen Seouls schlägt. Ihr Ziel ist es, Hinweise auf ein geheimes Weltraumevakuierungsprojekt zu finden, die vielleicht letzte Chance, dem sicheren Ende auf der Erde zu entkommen.
Während die Gesellschaft um Rion herum immer weiter zerfällt und die Hoffnung schwindet, steht die junge Studentin vor mehr als nur physischen Hindernissen. Goodbye Seoul setzt auf eine dichte Erzählung und eine spürbare, leise Melancholie. Neben dem nackten Überleben geht es hier stark um Selbstzweifel, die Suche nach dem eigenen Sinn und die große Frage, wofür man angesichts des unausweichlichen Endes überhaupt noch weitermachen soll.
Umgebungsrätsel statt Waffengewalt
Wer in den Trümmern von Seoul nach Antworten sucht, sollte direkte Konfrontationen unbedingt meiden. Der Titel verzichtet bewusst auf klassische Action und verlangt stattdessen Köpfchen, Beobachtungsgabe und ein leises Vorgehen.
- Clevere Umgebungsrätsel: Die zerfallene Stadt dient als interaktiver Spielplatz. Wir müssen die Umgebung geschickt nutzen und manipulieren, um Hindernisse zu überwinden und neue Wege durch die Ruinen freizulegen.
- Stealth-Elemente: Zwischen den instabilen Gebäuden lauern feindselige, verzweifelte Überlebende. Statt wilder Kämpfe gilt es, im Verborgenen zu bleiben, Gegner klug abzulenken oder Gefahren komplett zu umgehen.
- Narrative Erkundung: Die Welt erzählt ihre eigene Geschichte. Überall in den detaillierten 2,5D-Pixelart-Kulissen sind Hinweise versteckt, die nach und nach das große Puzzle rund um die geheime Evakuierung zusammensetzen.
Unser Feature-Fokus: Goodbye Seoul besticht schon auf den ersten Blick durch seine beklemmende, aber fesselnde Atmosphäre. Der Verzicht auf brachiale Action zugunsten von Stealth und Umgebungsrätseln passt perfekt zu einer Welt, in der ohnehin schon alles verloren scheint. Es ist eine ruhige, sehr persönliche Reise vor dem Hintergrund der ultimativen Katastrophe.
Goodbye Seoul: Status Quo
Ein konkretes Release-Datum haben JINO Games und NEOWIZ für Goodbye Seoul noch nicht bekannt gegeben. Wer jedoch schon jetzt einen Blick in das melancholische Ende der Welt werfen möchte, kann auf Steam bereits eine Demo ausprobieren und Rion auf ihren ersten Schritten begleiten. Wer das Projekt des koreanischen Solo-Entwicklers unterstützen will, sollte Goodbye Seoul unbedingt auf die Steam-Wunschliste setzen.







