Loot List - Diebstahlsimulator in dem die Gummiente wichtiger als der Goldbarren sein kann

Loot List: Diebstahlsimulator

In den meisten Heist-Spielen sind Goldbarren, Diamanten und volle Banktresore die großen Ziele. Loot List: Diebstahlsimulator sieht das etwas lockerer. Hier kann eine Bananenschale plötzlich wichtiger sein als der wertvollste Schmuck im Raum, wenn sie auf der Loot List steht. Solo-Entwickler Anoft arbeitet an einem physikbasierten Koop-Heist-Spiel, das sorgfältig geplante Einbrüche genauso zulässt wie komplette Eskalationen. Ob wir uns leise an Wachen vorbeischleichen oder beim Versuch, einen Toaster aus einem Spukanwesen zu stehlen, versehentlich einen Großbrand auslösen, entscheidet am Ende vor allem die Mission und unser Improvisationstalent.

Wir beginnen als kleine Ganoven und arbeiten uns nach und nach zu Meisterdieben hoch. Dabei geht es nicht darum, einfach möglichst viel mitzunehmen. Jede Mission bringt ihre eigene Liste mit Gegenständen, Aufgaben und seltsamen Wünschen mit, die erfüllt werden müssen. Mal soll ein Objekt unbemerkt aus einem gesicherten Gebäude verschwinden, mal eine Lieferung bei einem maskierten Auftraggeber ankommen. Genau dieser Wechsel zwischen klarer Zielvorgabe, freier Herangehensweise und unvorhersehbaren Folgen macht Loot List schon auf dem Papier zu einem interessanten Kandidaten für Koop-Runden, in denen ein sauberer Plan selten lange sauber bleibt.

Schleichen, stapeln und der Toaster im Spukhaus

Loot List verbindet klassische Raubzug-Planung mit einer interaktiven Sandbox, in der nicht immer alles so läuft wie vorgesehen:

  • Die Loot List gibt den Takt vor: Jede Mission basiert auf einer sich verändernden Liste von Zielen. Sie bestimmt, was gestohlen, zerstört oder geliefert werden muss und kann vom Goldbarren bis zur Bananenschale nahezu alles verlangen.
  • Stealth oder vollständige Eskalation: Sicherheitscodes stehlen, Systeme entschärfen und unbemerkt durch ein Gebäude schleichen? Das soll genauso möglich sein wie der deutlich lautere Weg mit Sprengstoff und einem Plan, der sich bereits nach wenigen Minuten auflöst.
  • Physik als Einbruchswerkzeug: Die Umgebung darf kreativ genutzt werden. Wer schwer erreichbare Orte erklimmen möchte, kann etwa eine Pyramide aus herumliegenden Gegenständen bauen. Und wenn etwas im Weg steht, darf es laut Steam-Beschreibung auch einfach zerlegt werden.
  • Von Straßencafés bis Areal 67: Die Raubzüge führen an unterschiedlichste Orte, darunter Cafés, Banktresore, Villen, Lagerhäuser, Regierungsgebäude und das geheimnisvolle Areal 67. Auch ein Casino-Heist mit unterirdischen Tunneln gehört zu den angekündigten Szenarien.
  • Ein Versteck für die nächste große Nummer: Gestohlene Waren werden verkauft, um neue Ausrüstung freizuschalten und das eigene Safehouse auszubauen. Mit jedem erfolgreichen Auftrag sollen die Operationen größer und die verfügbaren Raubzüge riskanter werden.

Unser Feature-Fokus: Die namensgebende Loot List könnte die entscheidende Idee hinter einem absehbaren Erfolg des Spiels sein. Statt immer nur den größten Tresor oder die teuerste Beute anzuvisieren, zwingt uns jeder Auftrag dazu, auf die aktuelle Zielvorgabe zu reagieren. Wenn eine Gummiente plötzlich wichtiger wird als ein Koffer voller Bargeld, entstehen nicht nur absurde Situationen, sondern auch echte Improvisation. Gerade im Koop dürfte daraus die schönste Form von Chaos entstehen: Alle wissen, was gebraucht wird, aber niemand hat einen wirklich guten Plan, wie es heil zum Fluchtwagen kommt.

Loot List - Status Quo und Demo

Loot List: Diebstahlsimulator soll für PC via Steam erscheinen und zunächst im Early Access starten. Einen konkreten Veröffentlichungstermin gibt es noch nicht, Anoft rechnet derzeit aber mit etwa 12 bis 19 Monaten im Early Access. In dieser Zeit sollen unter anderem weitere Gegner, Gegenstände, Karten, Spielmodi und Optionen zur Charakteranpassung hinzukommen.

Bereits jetzt steht eine kostenlose Demo auf Steam bereit, zusätzlich kann Zugang zu einem Playtest angefragt werden. Der Titel unterstützt Einzelspieler sowie Online-Koop für zwei bis vier Personen und wird laut Steam auch mit deutschen Texten und Untertiteln erscheinen.