Dear Passengers: Mit der schlimmsten Airline der Welt ins Koop-Chaos

Dear Passengers

Bei den meisten Fluggesellschaften steht Sicherheit an erster Stelle. In Dear Passengers schafft sie es offenbar gerade noch so in die Top 3. Das neu angekündigte Koop-Spiel von FLEXUS macht uns zur Crew der schlechtesten Airline der Welt. Während eine Person den zunehmend ramponierten Flieger durch die Luft steuert, versucht der Rest der Mannschaft, Passagiere, Gepäck und fragwürdige Fracht irgendwie unter Kontrolle zu halten. Essen servieren, Getränke verteilen und eine halbwegs ruhige Reise gewährleisten? Laut Spielbeschreibung sollten wir davon zumindest zwei Dinge hinbekommen.

FLEXUS, ein 2020 gegründetes Studio aus Kyiv, ist bislang vor allem für Mobile-Spiele wie Train Miner, Tower Craft oder Dye Hard bekannt. Mit Dear Passengers geht es nun deutlich lauter, chaotischer und stärker in Richtung PC-Koop. Der Ablauf erinnert dabei weniger an eine nüchterne Flugsimulation als an jene Spieleabende, an denen eine vermeintlich einfache Aufgabe mit Freunden innerhalb weniger Minuten völlig aus dem Ruder läuft. Wer Titel wie Wobbly Life, Human Fall Flat, R.E.P.O. oder RV There Yet? mag, dürfte die Richtung schnell einordnen können.

Bordservice, Schmuggelware und schlechte Entscheidungen

Dear Passengers setzt auf Aufgabenverteilung, riskante Entscheidungen und eine Kabine, in der selbst ein kurzer Moment der Unaufmerksamkeit reichen kann:

  • Pilot oder Kabinencrew: Während ein Spieler das Flugzeug steuert, kümmern sich die anderen um alles, was hinter der Cockpittür schiefläuft. Passagiere wollen versorgt werden, Fracht muss geschützt und kleine Probleme müssen gelöst werden, bevor daraus ein größerer Zwischenfall wird.
  • Mehr Ärger für mehr Geld: Vor dem Start entscheidet die Crew, welche Passagiere und Fracht mit an Bord kommen. Besonders lukrative Aufträge können sich lohnen, bringen aber meist auch schwierigere Gäste oder anspruchsvollere Ladung mit sich.
  • Physik als Unruheherd: Turbulenzen und Lufttaschen sorgen dafür, dass Passagiere, Gepäck und lose Gegenstände nicht unbedingt dort bleiben, wo sie eigentlich hingehören. Aus einer unruhigen Flugphase kann dadurch schnell ein völliges Durcheinander in der Kabine werden.
  • Die Sicherheit bleibt Verhandlungssache: Widerspenstige Passagiere, unklare Fracht und technische Probleme verlangen nach spontanen Lösungen. Nicht jede davon dürfte elegant ausfallen, und laut Steam-Beschreibung bleibt auch nicht jeder Passagier zwingend an Bord.
  • Katastrophen mit Ansage: Der Ankündigungstrailer zeigt bereits, wie ein Vogelschwarm für Probleme am Flugzeug sorgen kann und Fracht im Laderaum zusätzliche Gefahren mitbringt. Dear Passengers baut die Zwischenfälle bewusst als kleine Eskalationsketten auf, die für gute Unterhaltung sorgen.

Unser Feature-Fokus: Dear Passengers wirkt vor allem deshalb so reizvoll, weil der Koop nicht nur aus klar verteilten Aufgaben besteht. Die Crew muss vor dem Flug bewusst abwägen, wie viel Risiko sie für eine höhere Auszahlung akzeptiert, und dann mit den Folgen leben. Zwischen einem Piloten, der das Flugzeug durch schlechtes Wetter bringen muss, und einer Kabinencrew, die lose Gepäckstücke, schwierige Passagiere und problematische Fracht im Zaum hält, kann genau die Art von lustigem Chaos entstehen, über die man mit Freunden noch lange nach der Landung spricht.

Dear Passengers - Status Quo

Dear Passengers soll 2026 für den PC via Steam erscheinen, ein konkretes Releasedatum gibt es aktuell noch nicht. Eine Demo ist noch nicht angekündigt, die Steam-Deck-Kompatibilität ist ebenfalls offen. Wer sich schon jetzt bei der schlimmsten Airline der Welt bewerben möchte, kann Dear Passengers auf die Wunschliste setzen und so die Entwickler unterstützen.