Cursemark: Dark Fantasy Action-Roguelite mit gigantischen Synergien

Cursemark

Wer sich gerne in komplexe Spielsysteme hineinfuchst und stundenlang an der richtigen Mischung aus Zaubern, Runen und Modifikatoren tüftelt, sollte Cursemark im Auge behalten. Das Action-Roguelite von Entwickler CLYDE games und Publisher Mad Mushroom schickt uns in eine verfallene Dark-Fantasy-Welt, in der Experimente wichtiger sind als stumpfes Grinden. Statt uns endlos mit langsamer Progression hinzuhalten, drückt uns das Spiel früh einen erstaunlich flexiblen Baukasten in die Hand. Die Grundidee ist einfach: Als verfluchter Mage-Knight sterben wir oft, bauen aber schon nach kurzer Zeit Synergien zusammen, die den Bildschirm in ein einziges Effektgewitter verwandeln.

Anders als viele Genre-Kollegen, die auf prozedural generierte Level setzen, führt uns Cursemark durch die sogenannten „Unknown Lands“, eine große, handgebaute Pixelart-Welt. Der Aufbau verbindet Roguelite-Härte mit spürbaren Metroidvania-Anleihen. Stirbt man, gehen gesammelte Runen und Talismane verloren. Die Welt selbst behält den Fortschritt aber im Gedächtnis. Geöffnete Abkürzungen, entdeckte Schmieden und wichtige Hinweise bleiben erhalten. Genau das macht auch gescheiterte Runs noch wertvoll, weil man nie ganz bei null anfängt, sondern sich den nächsten Versuch Stück für Stück vorbereitet.

Build-Crafting mit viel Freiheit und kleinen Schwächen im Kampfgefühl

Das eigentliche Herzstück ist das Magie- und Waffensystem. Statt einfach nur stärkere Ausrüstung einzusammeln, verändern wir Angriffe, Wards und Ultimates über Runen und ihre Kombinationen. Ein simpler Feuerball bleibt hier selten lange ein simpler Feuerball. Mit den richtigen Modifikatoren entstehen plötzlich Eisspeere, giftige Wolken oder Blitzeffekte, die sich miteinander verschränken und aus einem soliden Angriff ein halbes Katastrophenszenario machen. Wer gern ausprobiert, kombiniert und nach starken Synergien sucht, dürfte daran viel Freude haben.

  • Schnelle Eskalation: Es dauert nicht lange, bis erste Runen-Kombinationen spürbar zünden und aus vorsichtigen Angriffen echte Flächenvernichter werden.
  • Motivierende Erkundung: Die handgebaute Welt steckt voller Abkürzungen, Schmieden und dauerhafter Entdeckungen, die selbst nach einem gescheiterten Run Bedeutung behalten.
  • Noch leichtes Kampfgewicht: Treffer und Schläge fühlen sich aktuell teils etwas zu leicht an. Den Kämpfen fehlt stellenweise noch die Wucht, die Nahkampfangriffe wirklich satt wirken lässt.
  • Unübersichtliche Effekte: Wenn ein Build erst einmal ins Rollen kommt, wird es schnell sehr voll auf dem Bildschirm. Das sieht spektakulär aus, kann aber auch dazu führen, dass gegnerische Angriffe zu spät auffallen.

Unser Feature-Fokus: Cursemark lebt vor allem von seiner Lust am Kombinieren. Die größte Stärke des Spiels liegt in der Freiheit, Zauber und Fähigkeiten so umzubauen, bis aus einzelnen Angriffen ein kompletter Build entsteht, der wirklich nach der eigenen Idee funktioniert. Wenn diese Kombinationen aufgehen, entwickelt das Spiel genau den Sog, den gute Roguelites brauchen.

Cursemark - Status Quo

Für einen Titel, der erst vor kurzem in den Early Access gestartet ist, bringt Cursemark bereits erstaunlich viel Substanz mit. Zwei komplette Gebiete, Bosskämpfe, ein gutes Dutzend Zauber und rund 100 Modifikatoren liefern schon jetzt reichlich Stoff für Experimentierfreudige. Laut Entwicklern soll das Spiel zwischen sechs Monaten und zwei Jahren im Early Access bleiben und in dieser Zeit um weitere Biome, Zauber und Inhalte wachsen. Wer ein forderndes Action-Roguelite mit starkem Build-Crafting sucht und kleine Early-Access-Kanten verzeiht, kann hier schon jetzt gut einsteigen.