Contraband Police: Grenzkontrollen und Schmugglerjagd in Acaristan

Das polnische Entwicklerstudio Crazy Rocks versetzt uns mit Contraband Police in das Jahr 1981. In der fiktiven kommunistischen Volksrepublik Acaristan übernehmen wir die Rolle eines jungen Offiziersanwärters an einem abgelegenen Grenzposten. Was auf den ersten Blick wie eine reine Berufssimulation wirkt, haben die Entwickler um eine offene Spielwelt, Schießereien und den wirtschaftlichen Ausbau der eigenen Station erweitert. Vertrieben wird der Titel über den Publisher PlayWay.
Unsere primäre Aufgabe besteht darin, die strengen Einreiseregeln der Partei durchzusetzen. Jeder Reisende muss an der Schranke in Karikatki anhalten und seine Papiere vorzeigen. Dabei stehen wir unter ständiger Beobachtung unserer Vorgesetzten und müssen die täglichen Unterhaltskosten unseres Postens durch sorgfältige Arbeit selbst erwirtschaften.
Dokumentenprüfung und die Suche nach Schmuggelware
Der Kern der täglichen Arbeit findet direkt an der Schranke statt. Mit dem Dienstordner in der Hand gleichen wir Ausweise, Einreisegenehmigungen und Frachtlisten ab. Sobald wir Unstimmigkeiten wie falsch geschriebene Namen oder abgelaufene Daten entdecken, verweigern wir die Einreise. Doch die reine Papierkontrolle ist nur der Anfang:
- Fahrzeuginspektion: Mit einer UV-Taschenlampe suchen wir nach versteckten Symbolen der örtlichen Schmuggelbanden auf den Autoteilen.
- Demontage: Finden wir einen Hinweis, greifen wir zu Werkzeugen wie Messer, Brechstange oder Axt. Wir zerschneiden Autositze, knacken Stoßstangen oder zerschlagen Reifen, um versteckte Schmuggelware wie Drogen oder Waffen sicherzustellen.
- Verhaftungen und Bestechung: Überführte Schmuggler bieten uns oft Bestechungsgelder an. Wir müssen entscheiden, ob wir das dringend benötigte Geld annehmen oder den Täter pflichtbewusst in das nächste Arbeitslager überstellen.
Einsätze in der offenen Welt
Wir sind nicht an unsere Kontrollstation gebunden. Mit unserem Dienstwagen erkunden wir die Region, transportieren konfiszierte Schmuggelware ab oder besorgen neue Ausrüstung für die Basis. Dabei geraten wir regelmäßig ins Visier der Oberankov-Bande und der Rebellen der Blutigen Faust. Wenn Kriminelle die Flucht ergreifen, nehmen wir mit Sirenen die Verfolgung auf. In speziellen Missionen verlassen wir den Posten komplett, um Kriminalfälle in der Umgebung aufzuklären oder verschwundene Personen zu suchen.
Unser Feature-Fokus: Contraband Police verbindet die akribische Fehlersuche bei Dokumenten geschickt mit einer offenen 3D-Umgebung. Die Mischung aus monotoner Routinearbeit, plötzlichen Feuergefechten und dem stetigen Ausbau der eigenen Kontrollstation erzeugt eine dichte Atmosphäre. Besonders die kleinen moralischen Entscheidungen, wenn etwa ein verzweifelter Vater fehlerhafte Papiere vorlegt, verleihen dem Alltag an der Grenze eine greifbare erzählerische Tiefe.
Status Quo und kommende Erweiterungen
Das Hauptspiel ist bereits seit März 2023 auf Steam erhältlich. Wer sich vor dem Kauf einen eigenen Eindruck von den Mechaniken an der Grenze verschaffen möchte, findet dort einen kostenlosen Prolog. Das Spiel bleibt zudem hochaktuell: Für das Jahr 2026 hat das Studio Crazy Rocks die große Erweiterung Crimson Fall angekündigt. Diese versetzt uns als Veteran in ein herbstliches Nachkriegsgebiet mit neuen Schauplätzen wie einem verlassenen Bahnhof. Zudem greifen neue Gesetze, die erstmals Frauen den Grenzübertritt nach Acaristan erlauben und die Kontrollmechanismen durch spezielle Diplomaten-Dokumente noch komplexer gestalten.










